Frühjahrsputz beim Auto

Wenn kein Schnee mehr liegt und die Wahrscheinlichkeit sinkt, dass weiterer Schnee fällt, ist es an der Zeit, dass Auto fit für die schöne Jahreszeit zu machen und den Frühjahrsputz durchzuführen. Dann heißt es beim Auto weg mit dem Winterdreck und das gilt nicht nur für Außen, denn nicht nur der Lack, auch die Technik leiden im Winter. Im März oder April, je nach Wetterlage sollte das Auto also fit für den Frühling und Sommer gemacht werden. Und dabei gilt es als erstes Streusalz Reste zu entfernen.

Streusalz in Verbindung mit Schmutz und Feuchtigkeit bilden eine aggressive Mischung, die nicht nur dem Lack, sondern auch der Technik nicht guttun. Dieser Winterdreck sollte gründlich entfernt werden. Um das Auto vom Winterdreck zu befreien, muss aber auch der Innenraum gesäubert werden. Auch hier gibt es Technik und auch hier sammeln sich gerade im Himmel und in Teppichen und Polstern der Dreck.

Unterstützung gibt es bei solchen Reinigungsarbeiten, gerade wenn es um den Bereich Technik geht, auch in der Autoselbsthilfe.

Autopflege vor Frühling und Sommer

Schritt für Schritt, die richtige Autopflege nach dem Winter. Von der Autowäsche über die Lackpflege bis hin zur Innenreinigung und zum Motor.

Schritt 1 – die Autowäsche

Ganz am Beginn der Frühjahrskur für das Auto steht die Autowäsche, die den gröbsten Winterdreck entfernen sollte. Besonders gut geht das in einer SB-Waschbox, in der man auch selbst Hand anlegen kann. Zunächst sollte mit dem Hochdruckreiniger die aggressive Salzkruste vom Auto entfernt werden. Auch das Dach sollte dabei (auch nicht bei höheren Autos) nicht vergessen werden. Da das Wasser beim Hochdruckreiniger mit großem Druck hinausschießt sollte der Abstand zum Auto (insbesondere auch zu den Reifen) nicht zu klein bleiben. Und besser im schrägen Winkel draufhalten. Ansonsten kann es zu Schäden an Blech, Reifen und Kunststoff kommen. Mehr Infos: Auto waschen mit dem Hochdruckreiniger.

Beim Absprühen sollten auch Schweller, Unterboden und vor allem die Radkästen nicht vergessen werden.

Schritt 2 – Handarbeit mit Schwamm

Nachdem der Hochruckreiniger den gröbsten Dreck und vor allem das Salz großflächig entfernt hat, muss nachgearbeitet werden. Am Besten mit einem Schwamm den Lack gut mit Autoshampoo einschäumen. Danach muss mit viel klarem Wasser nachgespült werden, um das Reinigungsmittel (und weiteren Dreck) zu entfernen. Nach dem Abspülen gibt es zwei Möglichkeiten: Das Auto wird per Hand und mit Lappen trockengewischt, was Wasserflecken auf dem Lack verhindert (bei einer metallic-Lackierung fallen diese weniger auf, bei schwarzen Autos mehr) oder man fährt das Auto trocken. Gründlicher ist die Methode mit dem trocken wischen.

Tipp: Wer nicht in die Waschbox möchte, um selbst mit dem Hochruckreiniger zu arbeiten, kann natürlich auch in die Waschstraße mit seinem Auto fahren. Allerdings kommt man um die Nacharbeit mit Lappen und Microfasertuch hier nicht herum, zumindest nicht nach einem Winter mit viel Salz und Schnee auf den Straßen.

Schritt 3 – Die Lackpflege

Für die Lackpflege sollten neben mehreren Poliertüchern auch ein Lackstift in der Wagenfarbe, ein Kombiprodukt zur Lackpflege aus Politur und Wachs sowie ein Teer- und Baumharzentferner zur Verfügung stehen.

Bevor es an die Politur geht, wird das Auto gründlich sauber gemacht. Mit Autoshampoo und Hochdruckreiniger ist zwar der grobe Dreck abgewaschen worden, es wird aber leider noch Reste von hartnäckigen Problemschutz geben. Besonders hartnäckig ist dabei Teer.  Daher diese Stellen mit dem Teer- und Baumharzentferner einsprühen (bitte wegen der Einwirkzeit und der Sprühentfernung unbedingt die Angaben des Herstellers zu Rate ziehen). Ist die Einwirkzeit abgelaufen die Reste mit klarem Wasser abspülen und alles sorgfältig trocknen.

Dank der intensiven Beschäftigung mit Schwamm und Tüchern sollten nun auch die Stellen am Lack bekannt sein, die kleine Schäden aufweisen. Diese sollten mit einem Lackstift in der Wagenfarbe verschlossen werden. Entdeckt man solche Kratzer oder Schäden am Auto, sollten diese wenn möglich immer sofort bis umgehend entfernt werden, da ansonsten Rost droht.

Schritt 4 – Politur

Zur Lackpflege gehört natürlich auch die Politur. Am besten gelingt dies mit Kombiprodukten aus Politur und Wachs, denn das erspart einen Arbeitsgang. Die Politur wird immer in kreisrunden Bewegungen auf dem Lack aufgetragen. Dabei immer Schrittweise vorgehen. Es macht keinen Sinn zum Beispiel den Deckel vom Motor in einem Rutsch polieren zu wollen. In diesem Fall würde die Politur zu schnell trocknen, was ein unschönes Gesamtbild gibt. Aber auch zu langsames Trocknen ist bei der Lackpflege nicht gewünscht. Sind es unschön aus, am besten die Fläche, die immer auf einmal bearbeitet wird neu anpassen. Wem das Polieren per Hand zu anstrengend ist, kann auch zu einer Poliermaschine greifen. Es gehört allerdings etwas Übung dazu, bei unsachgemäßen bzw. unvorsichtigen Gebrauch kann es zu Schäden kommen.

Schritt 5 – Die Innenreinigung des Autos

Nachdem das Auto von außen nun blitzt, sollte es auch innen gereinigt werden. Innen leidet das Auto im Winter vor allem durch Feuchtigkeit und Schmutz. Um den Innenraum wieder auf Vordermann zu bringen sind folgende Dinge nützlich: Cockpit-Reiniger, Hundehaar-Bürste (hilft nicht nur gegen Hundehaare, sondern auch gegen groben Dreck) oder andere gute Bürste, Polsterreiniger, Bürste und am besten auch ein Staubsauger. Glasreiniger. Für die Feinarbeiten ein Pinsel und natürlich auch Tücher.

Zunächst werden die Polster und Teppiche gut abgebürstet. Das löst den groben Schmutz. Dann wird dieser abgesaugt.

Besonders gründlich wird die Reinigung, wenn die Polster nun mit Polsterschaum eingesprüht und behandelt werden. Das beseitigt nicht nur unliebsame Gerüchte, sondern eben auch Flecken. Bei Polstern immer eine komplette Fläche einschäumen, das verhindert Ränder und Wasserflecken. Es ist auch nie verkehrt, ein neues, noch nicht erprobtes Mittel erst einmal an einer unauffälligen Stelle zu testen.

Die Kunststoffflächen werden mit dem Cockpitspray gepflegt. Dazu zunächst den groben Staub mit einem weichen Tuch entfernen und dann erst das Cockpitspray anwenden.

Tiefe Lüftungsgitter lassen sich meist gut mit Wattestäbchen gründlich reinigen. Enge Fugen im Armaturenbrett lassen sich mit Zahnstochern reinigen. Dafür sollten diese einige Minuten in Wasser aufquellen. Tiefe Fugen, zum Beispiel am Lenkrad, lässt sich gut mit Wollschnüren reinigen. Auch ein Pinsel kann beim Putzen von engen Stellen wertvolle Dienste leisten. Und wer Hundehaare im Auto hat, kann diese entweder versuchen mit einer speziellen Hundebürste zu entfernen oder mit Klebeband. Allerdings hilft Klebeband meist nichts gegen Hundehaare, die sich bereits in die Polster eingearbeitet hat.

Am Ende werden die Fensterscheiben zunächst von innen und dann von außen gründlich gereinigt.

Tipp: Wenn Schwamm, Lappen oder Poliertuch bei der Reinigung auf den Boden fallen, sollten diese sehr gründlich ausgewaschen werden. Das gilt insbesondere für Lappen und Poliertücher. Kleine Steine können unschöne Kratzer hinterlassen.

Schritt 6 – gepflegte Technik

Auch die Mechanik und Elektrik leiden unter der feuchten Jahreszeit. Neben Scheibenreiniger benötigt man für diesen Schritt noch ein Gummi-Pflegemittel, eine Pumpflasche und weißes Fettspray.

Zunächst wird der Motorraum geöffnet und grober Schmutz und vor allem Laub mit einem Sauger entfernt. Nun wird das Blech rund um den Motor gereinigt. Um Reinigungsreste zu entfernen hier mit klarem Wasser aus der Pumpflasche beim Abspülen arbeiten. Hier ist es wichtig, dass die empfindlichen Motorteile und vor allem die Autoelektrik nicht nass werden.

Nun werden die Scharniere an Hauben und Türen nicht nur gesäubert, sondern eben mit einer schmierenden Gummidichtung (Gummi-Pflegemittel zum Aufsprühen oder weißes Fettspray) geschützt und elastisch gehalten.

An den Türkanten gibt es meist Ablauföffnungen. Diese sollten auch kontrolliert werden. Sind diese verstopft, müssen sie freigestochen werden.

Außerdem ist es die Gelegenheit, um alle Betriebsflüssigkeiten (Wasser, Öl) zu kontrollieren und natürlich kann auch der Reifendruck kontrolliert werden.

Auch die Wischblätter sollten nicht vergessen werden. Diese sollte mit einem Glasreiniger gesäubert werden. Sind die Wischblätter rissig, sollten sie gewechselt werden. Auch wenn man mit ihrer Leistung nicht mehr ganz zufrieden war, besser austauschen.

Auch die Batterie leidet im Winter. Diese sollte gründlich gereinigt werden, die Kontakte mit Polfett gepflegt werden.

Autopflege – Fit für Frühling und Sommer

Sind alle Punkte oben durchgegangen sind nicht nur die Reste von Salz und Rollsplitt gründlich entfernt, das Auto strahl wieder und auch Innen ist alles im Lot und man kann sich in einem frischgereinigten frühlings- und sommerfitten Auto auf die schöne Jahreszeit freuen.